Geschichte

Ein Standort für die Zukunft

Mit der am 2. Juni 1999 erfolgten Umwandlung der Analytik Jena in eine Aktiengesellschaft und dem am 3. Juli 2000 durchgeführten Börsengang wurden auch vor diesem Hintergrund die Weichen für ein rasches wirtschaftliches Wachstum gestellt.

Mit der Grundsteinlegung am 27. Mai 2005 für ein neues Firmengebäude, in dem alle Fertigungsbereiche zusammengeführt worden sind, sind wichtige Voraussetzungen für eine zukünftige, erfolgreiche Arbeit des Eisfelder Betriebes geschaffen worden.

Im Beisein des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (MdL/CDU) wurde am 12. Mai 2006 in Eisfeld ein neues Produktionszentrum der Analytik Jena eingeweiht. Die mit weit über drei Millionen Euro angegebene Investition am Standort Deutschland stelle ein deutliches Zeichen zur Arbeitsplatzsicherung für die mehr als 100 Beschäftigten dar, unterstrich Vorstand Klaus Berka.

Am 1. Mai 2016 erwarb die NOBLEX GmbH den Standort Eisfeld. Die NOBLEX GmbH ist ein Tochterunternehmen der Frankfurter Beteiligungsgesellschaft VF Capital GmbH.

Die NOBLEX GmbH verfügt über zwei Geschäftsbereiche, den Konsumgüterbereich sowie den Fertigungsdienstleistungsbereich. Im ersten Geschäftsbereich hat sich der Betrieb auf die Entwicklung und Fertigung von optoelektronischen Konsumerprodukten in der Sparte der Hochleistungsoptik spezialisiert. Dazu gehören etwa Ferngläser, Reflexvisiere, Zielfernrohre, Lichttechnik und Wärmebildtechnik für das Premiumsegment. Der zweite Geschäftsbereich ist die Fertigungsdienstleistung für verschiedene Kunden im Bereich der Labor-Analysetechnik. Neben der Montage von komplexen, hochwertigen Geräten und Komponenten werden auch Dreh- und Frästeile erstellt sowie die Oberflächen dekorativ durch Eloxal- oder Lackierarbeiten veredelt.

Corona führte zu großen Umsatzausfällen.

Die Produktpalette des Konsumgüterbereichs wurde beispielsweise in den vergangenen zwei Jahren systematisch erneuert und erweitert. Aufgrund der beginnenden COVID-19Pandemie wurde die Markteinführung weiterer neuer Produkte verschoben. Zusätzlich führte der Lock Down in den wichtigsten Absatzmärkten zu erheblichen Umsatzausfällen.

Sanierung

Um das Unternehmen nachhaltig zu sanieren, haben sich die Gesellschafter im Juni 2020 dazu entschlossen das Schutzschirmverfahren, im Rahmen des deutschen Insolvenzrechts zu nutzen, um die Geschäftsbereiche Produktion/Fertigungsdienstleistungen und Consumerbereich zu trennen.

Der Produktionsbereich konnte zum 1. Nov. erfolgreich an die Firma Buchert + Feil übertragen werden. Das Produktions- und Dienstleistungsportfolio wird zukünftig fortgeführt und es besteht auch weiterhin die Möglichkeit Produkte für den Konsumgüterbereich herzustellen.

Der Geschäftsbetrieb der Konsumgüter Sparte wurde zum 31. Oktober 2020 eingestellt. Zum Nov. 2020 übernahm die NOBLEX E-Optics GmbH wesentliche Vermögensgenstände der früheren NOBLEX GmbH. Mit einem effizienten und hochmotivierten Team stellt sich die neue Firma den Herausforderungen des Optik-Marktes.

Neben dem bisherigen Sortiment, wie dem Klassiker NOBLEX Sight II oder dem Fernglas und Zielfernrohr Produkten, fokussieren sich NOBLEX zukünftig stärker auf „E-“ elektronische Produkte in den Bereichen Nachtsicht, Laser Entfernungsmessung und Wärmebildtechnologie.

Service steht für „NOBLEX E-Optics“ an erster Stelle und ist durch die Übernahme sämtlicher Ersatzteile langfristig, auch für die Produkte der Marke „DOCTER“, sichergestellt.

Thorsten Kortemeier